Stadecken-Elsheimer Bilderwegwanderung

Laufen gegen den Strom - so hat das Redaktionsteam von StadtLandWein den Schlender-Wein-Event „LaafeSchobbeWorschtunnKunschd“ am 01. Mai erlebt.

Stadecken-Elsheimer Bilderwegwanderung

Bei strahlendem Wetter sind wir in Stadecken-Elsheim ein bisschen gegen den Strom gelaufen. Beginnend in Elsheim an der Piazzetta ging es Richtung Hieberg hügelaufwärts. Gleich hinter der ersten Ecke brachten wir die ersten „Meßfremden“ auf den richtigen Weg zurück, da sie am Elsheimer Dorfplatz ein wenig die Orientierung verloren hatten. Nicht so schlimm, waren ja genügend Einheimische unterwegs, die immer gern geholfen haben - auch so kann man Kontakte knüpfen und miteinander ins Gespräch kommen.

Einige Gehminuten weiter gab es den ersten Grund zu einem längeren Stopp. An „Hamms Gedenkstein“ hatte sich das Weingut Peter Harth aufgebaut und verpflegte diejenigen, die in der richtigen Richtung bergab kamen. Das Konzept der Bilderwegwanderung sieht vor, nur an jedem zweiten Bilderstandort einen Verpflegungsstand einzurichten. Die Gäste sollen, außer Essen & Trinken, auch ein wenig Muße finden die Bilder der Künstlerinnen zu genießen bzw. diese mit der umgebenden Landschaft in Bezug zu setzen.

Bildergalerie 1 (in „richtiger“ Laufrichtung):

Also weiter bergauf! An der Abzweigung zum Hiebergturm, der gerade für die „50-jährige Einheitsfeier“ aufgehübscht wird, waren die nächsten Bilder zu bewundern. Nachdem wir erneut „Abtrünnige“ auf den Pfad der Tugend (Schobbe, Worscht usw.) zurück gelotst hatten, ging es für uns bergab, dann scharf links, um auf dem Panoramaweg oberhalb von Stadecken den Stand des Weinguts Uwe Cramer zu erreichen. Zufrieden petzten wir dort unseren ersten Schoppen. Ein bisschen Small-Talk und wieder weiter, hinunter zum Selzufer. Hier bogen wir erneut links ab, um am rheinhessischen Zentralgewässer entlang zu laufen und an der Woogbrücke auf die „anner Seit“ zu wechseln.

„Anner Seit“ nicht „ebsch Seit“ sei betont, denn Stadecken-Elsheim kann nun schon 50 Jahre gut miteinander - da ist „der Eine so ebsch wie der Andere“ und so macht es keinen Sinn übereinander zu lästern. Neben der Selzbrücke eine kurze „Andacht“ vor den Bildern und weiter zur Burg Stadeck. Hier gab es die Gelegenheit die Burgtoilette kennen zu lernen und sich an „Jenny´s harther Küche“ zu stärken.

Bildergalerie 2 (ebenfalls in „richtiger“ Laufrichtung):

Nach kurzer Rast schlugen wir den Weg zu Lisa´s Radlertreff ein - natürlich immer noch als „Geisterläufer“, wie Uwe Cramer oben am Berg bemerkt hatte. Hier hatte sich ein buntes Völkchen aus Gästen und Einwohnern versammelt. Verpflegt von den „Wein-Heiligen“ (Gegrilltes), ergänzt mit Wein vom Wambolderhof. Später fand hier der Ausklang mit „Billy Crash & Friends“ statt. Leider haben wir es nicht noch einmal dorthin geschafft - die Batterie war einfach leer.

Die Route führte in die Talstraße, wieder einmal links ab zur nächsten Bilderstation - Kunst genießen und dann - diesmal rechts - weiter über die Bovoloner Allee zur Selztalhalle. Die Bilder etwas im Abseits - wir wussten wo sie sind - waren die Künstler des Kreativkreises die Helden der Halle. Kunsthandwerk aus meisterlicher Laienhand zu erschwinglichen Preisen und - Wein! Als tapferer Kämpfer zwischen den Künstlern hielt Erich Holl für den Winzerhof Wolf-Holl die Rheinhessenwein-Fahne gedanklich hoch.

Nun noch am Sportplatz vorbei, eine weitere Bilderstation ohne Verpflegung. Und nun? Rechts? Oder links? - Egal, Hauptsache die Selz abwärts. An der 11000-Mägde-Mühle wurden wir für den „durstigen Kilometer“ belohnt. Wein, Spargelsalat und Käse-Erdbeer-Sticks vom Posthof Doll-Göth aus Stadecken. Hier haben wir dann wieder ein Schöppenchen gepetzt, was die Runde genussvoll zum Abschluss brachte. Zurück zur Piazzetta, und damit zum Ausgangspunkt unserer eigenen Bilderwegwanderung, war es nur noch ein kurzes Stück.

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