Große Ingelheimer Weinprobe 2019 unter dem Motto: FUSION

Oenologische FUSION der Rotweinstadt Ingelheim mit den zukünftigen neuen Stadtteilen bereits gelungen.

Große Ingelheimer Weinprobe 2019 unter dem Motto: FUSION

Wie auf dem Beitragsbild gut erkennbar, verstanden sich schon zu Beginn des Abends die Mädels aus Heidesheim (Erntedankmajestäten) und Ingelheim (Rotweinadel) hervorragend. Dies sollte im Lauf des Abend sogar noch deutlich vertieft werden, denn drei offizielle Stunden am gleichen Tisch und ein gemeinsamer Bühnenauftritt zwischen der dritten und vierten Runde der Weinprobe, hinterließen durchgehend positive Gefühle. Wackernheim hatte keine gekrönten Häupter beizutragen, thront aber - was wir beim lustigen Publikums-Ratespiel „unnützes Wissen rund um Ingelheim“ lernen durften - stolz über den beiden Nachbarkommunen.

Aber nicht nur die bereits erwähnten Königinnen und Prinzessinnen harmonierten gut, auch Landrätin Dorothea Schäfer (CDU) und der Ingelheimer Oberbürgermeister Ralph Claus (SPD) zeigten, dass der Wein ein geeignetes Medium ist auch politisch unterschiedliche Kulturen am Tisch zu FUSIONieren.

Weinprobe

Circa 470 „Weinpröbler“ waren in der Halle, ein Großteil aus „Alt“-Ingelheim, Heidesheim und Wackernheim, aber sicher auch die Eine oder der Andere aus den umliegenden Gemeinden. Der Weg in die Nieder-Ingelheimer Sporthalle hatte sich gelohnt. In 8 Probier-Runden, moderiert von der überaus charmanten Josefine Schlumberger, kam es zu einem vinologischen Wettstreit, der unserer Meinung nach ein klares Unentschieden zum Ergebnis hatte. Angetreten waren auf der linken Spielfeldseite die Weingüter der zukünftigen Stadtteile. Diese jedoch hatten sich Verstärkung aus dem Selztal ins Team geholt, d.h. die Groß-Winternheimer traten mit den neuen Kollegen gegen die „Kernstadt“ an (rechte Spielfeldhälfte), deren Team sich aus Nieder- und Ober-Ingelheimer Spielern*innen zusammensetze. Wie ihr auf dem Foto der Weinkarte sehen könnt, wurde der Anstoß nicht von einem Secco ausgeführt, sondern von einem rheinhessichen „Äppler“, neudeutsch auch Cider genannt. Mir persönlich lag die Nähe zu einem bretonischen Cidre auf der Zunge.

Nachspielzeit

Wie schon erwähnt, war die Spielzeit auf drei Stunden angesetzt. Doch am Ende der regulären Spielzeit musste Schiedsrichterin Josefine und ihr Team aus ca. 45 Linienrichtern der Landjugend die Besucher in die Verlängerung schicken. Die angebrochenen Flaschen sollten die Entscheidung bringen, was leider trotzdem zu keinem nüchternen Ergebnis führte. Bevor es zu einem tragischen Elfmeterfinale kam, musste euer „Sportreporter“ die Halle verlassen, damit es heute zu diesem Bericht kommen kann. Aus den Fanclubs der Lokalrivalen (haha, die Doppeldeutigkeit geht mir gerade erst nach dem Tippen auf) kamen keine Meldungen bezüglich einer endgültigen Entscheidung und so gehe ich davon aus, dass es zu einer lang anhaltenden Verbrüderung von Fans und Mannschaften kam.

FUSION sei Dank!

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