Abflug zur Fackelwanderung in Nierstein

Weingut Buhl organisiert seit 17 Jahren Fackelwanderungen und Funzelfahrten

Abflug zur Fackelwanderung in Nierstein

StadtLandWein war am vergangenen Samstag eingeladen, um in Nierstein an einer der legendären, seit 17 Jahren stattfindenden, Fackelwanderungen des Weinguts Buhl teilzunehmen.

Als wir im Tempelhof ankamen, hatten wir uns schon gewundert, dass keinerlei Flugverkehr herrschte, dies aber Berliner Verhältnissen zugeschrieben. Trotzdem war die Abflughalle gut gefüllt, denn circa 50 - 60 „Passagiere“ drängten sich am Gate. Zumindest war mehr los als auf dem Hauptstadtflughafen „BER“ und die Abfertigungsschalter waren alle in Betrieb. Das Servicepersonal stärkte die Passagiere bereits vor dem Abflug mit Brezeln und einem „Schöppche“.

Nach dem dritten Aufruf erfolgte das Boarding, wozu man sich auf dem Vorfeld der Abflughalle einfand. Der Reiseleiter nahm uns in Empfang und - was sehr erfreulich war - begleitete uns nicht nur durch die Niersteiner Gassen und Gemarkung. Vielmehr stoppte er immer wieder an historischen Stellen um uns ein wenig in die Stadtgeschichte einzuführen oder interessante Anekdoten zu erzählen. Klar nicht jedem gefällt das - manch einer hatte sogar in Aluminium verpackte Getränke dabei, da ihm der Weg viel zu trocken erschien - dem konnte sich das StadtLandWein-Team jedoch nicht anschließen und wunderte sich, wie diese Dosen durch die Sicherheitskontrollen gelangen konnten. Wir fanden „Reiseroute“, Reiseleiter und Erklärungen spannend.

Nachdem wir auf „Reiseflughöhe“ über dem berühmten Roten Hang angekommen waren, begann das Servicepersonal, wie bei jedem guten Flug, mit der Verpflegungsrunde, die sich in unserem Fall vorerst auf „flüssige Nahrung“ beschränkte. An der Fockenberghütte gab es hervorragenden Glühwein, nicht glühenden Wein und Softgetränke. Während des „Glühstopps“ konnte bei (fast) Vollmond und wolkenlosem Himmel der Übergang von Dämmerung zu Dunkelheit über dem südlichen Rhein-Main-Gebiet verfolgt werden. Traumhaft schön!

Anschließend ging es mit fast 60 Fackeln über die Höhen der Niersteiner Gemarkung, vorbei am Wartturm, in einem großen Bogen wieder zurück. Der Landeanflug mit langsam erlöschenden Fackeln über der idyllisch illuminierten Stadt am Rhein war problemlos, obwohl ein Teil der Passagiere, aufgrund des steigenden Alkoholgehaltes, ein wenig langsamer als der Rest in den Sinkflug überging. Die gesamte Crew legte dann aber eine echte Punktlandung hin, was mit dem üblichen Beifall honoriert wurde.

Da eine solch anstrengende Reise, zumal an diesem doch recht frischen Winterabend, zu Hunger führte, wurde die gesamte Gruppe mit allerlei Köstlichkeiten belohnt. Angefangen mit einer exotischen Suppe, Spundekäs und anderen kleinen Köstlichkeiten bis hin zur unbedingt notwendigen rheinhessischen Fleischwurst, verfeinert mit verschiedenen hausgemachten Senfsorten.

StadtLandWein ist der Meinung, dass eine Fackelwanderung mit Petra Buhl und ihrem Team eine absolut runde Sache ist, die mit dem typisch rheinhessischen bodenständigen Charme, allen Beteiligten in schöner Erinnerung bleiben wird.

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