„Berg und Talfahrt“ im Zellertal

Das schöne Zellertal ganz im Süden von Rheinhessen, und im Nordwesten des Pfalzwein-Gebiets, bot ein regelrechtes auf und ab, um an sieben Standorten „Wein-Kultur in Reinkultur“ zu erleben.

„Berg und Talfahrt“ im Zellertal

Liebe Wein-Freunde, heute erneut in unserem Format „viele Fotos - wenig Worte“, unsere Eindrücke vom „Zellertal open Friday“, organisiert von der „Initiative Zellertal open

Weingut Boudier Koeller

Am Abend des 25.10.2019 startete der Redakteur in Stetten, am westlichen Ende der Veranstaltungszone, um im Weingut Boudier Koeller zu schauen, was Küche und Keller zu bieten hatten. Ich war vor dem ersten großen Ansturm vor Ort und konnte mich in Ruhe umsehen. Fotos:

Sebastian Zellertal

Zuerst die rechte Straßenseite, dort befindet sich unter anderem die „Eventscheune“, dann nach links. Gastwinzer „Sebastian Zellertal (Hofmann)“ aus Wachenheim hatte seine Weintheke neben dem gegenüberliegenden Restaurantbereich von „Boudier Koeller“ eingerichtet. Sebastian ist ein sympatischer und hoch motivierter junger Winzer, der noch auf sich aufmerksam machen wird - so zumindest meine Prognose. Weitere Fotos:

Bustransfer

Anschließend ging es mit dem kostenfreien Shuttelbus weiter. Drei Buslinien waren bis 24:00 Uhr im Zellertal unterwegs und hatten zeitweise kräftig zu tun. Schließlich mussten Sie alle Wein-Liebhaber zeitnah zu den gewünschten Orten bringen. So manch ein „Meßfremder“ hatte jedoch, trotz ausreichender Informationen, sichtlich mit seinem Orientierungssinn zu kämpfen.

Weingut Janson Bernhard

Die nächste Station war in Harxheim, „Haschem“ wie ich gelernt habe, im Weingut Janson Bernhard. Ein großer Hof, Mitglied im Verband „Ecovin“ , der neben den ökologisch produzierten Weinen auch eine spannende Speisekarte bereit hielt. Hier gibt es ebenfalls eine Kuhkapelle, wie fast in jedem älteren Gebäude des Zellertals? Für mich war witzig, dass ich „das andere Stadt Land Wein“ dort getroffen hatte (wer wissen möchte wer/was das ist, folge diesem Link). Hier die „Haschemer“ Fotos:

Weingut Bremer

Von Harxheim weiter, war die Wahl des „richtigen Busshuttles“ nicht schwer, fuhren sie alle zuerst zum Niefernheimer Weingut Bremer. Das große, toll renovierte und erweiterte Weingut war vermutlich der „Star des Abends“. Der große Andrang verteilte sich auf drei Indoor-Locations sowie die Terrasse im Hof. Die drei Schwestern waren „on service“ und auch Herr Acker im Degustationsraum beschäftigt. Frau Acker, mit der Hand immer an den Probierflaschen, stand dem Redakteur gern Rede und Antwort. StadtLandWein erfuhr, dass das Weingut vor ca. fünf Jahren in den Besitz der Weingut Bremer GmbH & Co.KG überging und Herr Acker nun dafür sorgt, dass alles „wie am Schnürchen“ läuft. „Hofeinsichten“:

Weingut Schwedhelm

Nach dem Stopp bei Bremers ging es erneut bergauf. Welches Shuttle ist wohl das Richtige? Das fragten sich recht viele, zumal die Streckenführung auf dem Flyer zu leichten Irritationen führte. Am Ende eigentlich egal, denn alle Busse mussten über Zell fahren. Auch der „Rote“ hielt an der Ecke - allerdings nur zum Aussteigen - alle die nach Mölsheim wollten, mussten eine Extrarunde drehen oder laufen. Doch zunächst ins Weingut Schwedhelm: eine hochmoderne top-gestylte Vinothek erwartete die Besucher, einschließlich einer „Hammer-Dachterrasse“! Gegrilltes gab´s im Hof und „Take 5 in der Kelterhalle, wo des Nachts die Abschlussparty stattfand. Fotos:

Alte Brennerei Mölsheim

„Per pedes“ nach Mölsheim. Nur 3 km, bei bestem Wetter und mit tollen Fernblick, ging es vorbei am Ehrenmal am „Schwarzen Herrgott“, welches an stürmische Zeiten erinnert. Zum Glück spielen solche Grenzen heute keine Rolle mehr.

Kurz danach ging es in Göhrings „Alter Brennerei“ in den Keller, herzlich begrüßt mit einem kräftigen Schluck Zellertaler Secco, von Anna unserer „rheinhessischen Ex-Queen“! Dann kam noch der kleine Hunger, doch dies war für die Küche kein Problem. Der Redakteur entschied sich für „Krumbeersupp mit Werschtche im Brotteig“:

Weingut Marianne Röß

Glück gehabt, der Bus kam fast passend, um zum Rebenhof zu fahren. Dort kam ich dann auch schnell bei einer Scheurebe mit der Chefin Marianne ins Gespräch. Die bezaubernde Anna Offen begleitete am Keyboard mit lieblicher Stimme. Leider gibt es nur zwei Fotos:

Schossgut Lüll

Zurück ins Tal! Bis in den Hof des Wachenheimer Schlossguts Lüll fuhr der Bus und inmitten dieses märchenhaften Ensembles wartete ein Foodtruck auf hungrige Wein-Freunde. In der Kuhkapelle, mit cooler Partymusik zum Anheizen für die bevorstehende Abschlussfete, begrüßte Constance - das „Burgfräulein“. Als Chefin für Keller und Events hatte sie wie gewohnt alles im Griff . Fotos:

Das Ende eines schönen Abends

Der Abend hätte zu einem sehr guten Ende kommen können, wenn er nicht mit dem Shuttlefahrer der „roten“ Linie geendet hätte.

Schnell erzählt: Oben benannter Buschauffeur hatte wohl schon eine Stunde zuvor sein Limit erreicht und kam mit reichlich Verspätung wieder nach Wachenheim. Auf der Fahrt nach Harxheim kam uns dann der letzte Bus der Linie Richtung Stetten entgegen. Es blieb keine Wahl: zu Fuß zurück! Laut Google.Maps nur 4,3 km. Doch der algorhithmische Scout befahl das Abbiegen vor Albisheim in die freie Flur, leider ein Wirtschafts- kein Wanderweg. Sei´s denn, nach exakt 58 Minuten war Stetten erreicht, Schuhe und Socken nass und der Weg zur Party somit nicht mehr möglich. Also nach Hause und ab ins Bettchen!

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