„Vinarmarium“ macht „Lust auf Mainz“

Virtuelle Mainz-Freunde treffen sich regelmäßig in verschiedenen Mainzer Locations. Am 07.10.2019 bestimmte die Liebe zum Wein die Auswahl des Treffpunkts.

„Vinarmarium“ macht „Lust auf Mainz“

Lust auf Mainz (LaM)

Die Mainz-Freunde der LaM-Facebook-Gruppe organisieren sich seit November 2017 auf Facebook. Treibende Kraft hinter virtuellen Gruppe ist die in Mainz sehr gut bekannte Daniela Gönner. Es ist nicht möglich all diejenigen aufzuzählen, die mit Daniela vernetzt sind und so in (un)regelmäßigen Abständen die Gruppe bereichern. Die Idee der Facebookgruppe ist laut Daniela „nicht der einfache virtuelle Austausch, sondern die „Verwandlung“ virtueller Freunde in reale Mainzer Bekannte.“

Und genau dies ist der Anlass, der die unterschiedlichsten Ur-Mainzer, Ex-Mainzer, Wahl-Mainzer, Möchtegern-Mainzer ;-) und sonstige „Meßfremde“ immer wieder zusammen führt. Sogar die lieben Nachbarn von der rechten Rheinseite waren vertreten und konnten mühelos linksrheinisch sozialisiert werden.

Nachdem die Gruppe bereits in der Weinbar „Onkel Oskar“ zu Gast war, die Eulchen Brauerei belagerte und auch in anderen Mainzer Gastronomie-Hot-Spots, zur Freude der Wirte, ihre Treffs abgehalten hatte, war nun eine ganz andere Location an der Reihe. Doch zum eigentlichen Event kommen wir weiter unten.

Vinarmarium

Geschichte

Das Herzstück des Vinarmariums ist der von Thorsten Kiegele sanierte Gewölbekeller aus dem Jahr 1636. Die überlieferten Dokumente aus dieser Zeit verweisen auf die Grafen von Ingelheim als Eigentümer, die hier in der erzbischöflichen Residenz der Kurfürsten von Mainz ihr Stadthaus hatten und sicher bereits damals rheinhessischen Wein in den Gewölben lagerten. So manch ein Fläschlein wird, trotz der Wirren des 30-jährigen Krieges auch im Dom seiner „heiligen Pflicht“ nachgekommen sein. Immerhin war der damalige Erzbischof Anselm Casimir von Umstadt als äußerst trinkfest bekannt.

Doch zurück zum Keller. Die Geschichte nahm ihren Lauf, die Besitzer wechselten und gute 170 Jahre später fand sich Mainz, die „Capitale départementale du Mont Tonerre“, als wichtigste ost-französische Stadt in den Analen der Weltgeschichte wieder. Sogar der „kleine Korse“ verirrte sich in den Keller, der damals im Besitz eines bekannten Mainzer Weinhändlers war. Nach langer Stille fiel mit einem lauten Schlag der oberirdische Teil des Gebäudes den Wirren des zweiten Weltkriegs zum Opfer. Jahrzehnte später wurde das Grundstück neu bebaut und auch der Keller kam wieder in den Fokus. Damals schlug die Stunde von Thorsten Kiegele der den Keller erwarb und ihn, in einem Kraftakt ohne Beispiel, in den heutigen Zustand versetzte.

Gegenwart

Auf einer Fläche von 250 m² wurden circa 370 gemauerte Fächer sowie sechs begehbare Wein-Tresore installiert, die aufgrund der gleichmäßigen Temperatur perfekt zur Lagerung von Wein geeignet sind. Zur Verkostung der Weine können die Mieter den historischen Gewölbekeller mit Bar oder die Lounge im Erdgeschoss nutzen und sich dabei ganz wie zu Hause fühlen. Außerdem können sie den Konferenzraum für Meetings, Vorträge und Veranstaltungen mieten. Vinarmarium-Geschäftsführer Thorsten Kiegele erklärt: „Das Vinarmarium soll ein Ort sein, an dem sich weinaffine Menschen treffen und Wein genießen können.“

Lust auf Mainz im Vinarmarium

Nun kommen wir auf den vergangenen Montag zurück. Events wie jenen mit „Lust auf Mainz“ finden im Vinarmarium - für die Fachmieter - regelmäßig statt. Jeder der Mieter kann dazu bis zu fünf Freunde mitbringen, was diese Veranstaltungen zwar exklusiv aber doch ein bisschen öffentlich macht. Drei der am Montag anwesenden Lust auf Mainz -Mitglieder sind gleichzeitig Fachmieter des Vinarmariums und daher verwunderte es auch nicht, dass Thorsten Kiegele und seine charmante Ehefrau Claudia es sich nicht nehmen ließen zum gelungenen Abend beizutragen.

Außer einigen der oben rezitierten historischen Begebenheiten, trug Thorsten so manche Anekdote zur Renovierungsphase bei. Damit das Ganze nicht trocken, sondern mit guten rheinhessischen Tropfen sowie Brezeln mit Spundekäs garniert wird, hat sich der ebenfalls rührige Matthias Meerfeld ins Zeug gelegt. Als Mitveranstalter - der Unternehmer hat ja sonst nichts zu tun - hatte er es übernommen, den reibungslosen Ablauf des Abend zu organisieren. Am Ende des Abend war der Weinvorrat aufgebraucht und die eigentlich virtuellen Freunde kamen sich gehörig näher. Sie konnten Mimik und Gestik, Gerüche und dumme Sprüche, und was eben so zu einem „Life-Talk“ dazu gehört, von Ihren „Facebook-Freunden“ hautnah erleben.

Wenn StadtLandWein hier ein Resümee ziehen sollte, dann Dieses: „Wein verbindet Menschen, egal ob virtuell/real, Frau/Mann, schwarz/weiß/gelb oder rot, religionsübergreifend und und und - weil Wein Kultur ist und nicht einfach nur Alkoholkonsum! Und genau dies haben Daniela und die Mitglieder Ihrer Facebookgruppe verstanden und perfekt umgesetzt. Danke, Danke Danke!

Fotogalerie

Cooles Event - cooler Artikel? Dann hier anmelden und kommentieren, liken (o-ha-Button) oder Fotos hochladen!

Logo